WLAN - Wenn es mit dem Speed mal nicht so klappt wie es soll

Verfasst von: Marc Störmer
Ingress im 2,4 GHz Band
Ingress im 2,4 GHz Band  Bild: Marc Störmer
Wer seinen Internetanschluss über WLAN betreibt weiß wie ärgerlich es ist, wenn es ständig zu Verbindungsabbrüchen kommt. Ursachen und Gründe dafür gibt es sehr viele. Häufige Ursache ist Ingress im Bereich des 2,4 GHz Bandes. Das bedeutet Rauschen im Signalbereich. Durch das Rauschen wird der  -Signal zum Rauschabstand- SNR so niedrig, dass eine fehlerfreie Übertragung nicht mehr möglich ist. 

Die meisten WLAN Endgeräte, seien es Handys, PCs oder andere Geräte, arbeiten meistens noch im 2,4 GHz Band. Modernere Router und Geräte bieten auch im 5 GHz Bereich bereits Frequenzen für die Nutzung von WLAN an. Betrachtet man sich an verschiedenen Standorten die Belegung das 2,4 GHz Bandes genau wird man feststellen, dass dieses sehr rege durch viele WLAN Router belegt ist. Im 5 GHz Band hingegen findet man "derzeit" noch die meisten Lücken beziehungsweise freien Kanäle. Ein stark belegtes Signal Band ist für den einzelnen Nutzer nicht mehr so leistungsfähig, wie ein freies Band.

Vielnutzung eines Kanals (Bild: Marc Störmer)

Betrachtet man das nebenstehende Bild kann man leicht erkennen, wie sich die einzelnen Nutzer die Kanäle des 2,4 GHz Bandes teilen. Ein hohes Aufkommen an WLAN Routern ist in Kanal 6 zu erkennen. Doch auch die Nachbarkanäle sind stark belegt, diese stehen jedoch in weiterer Entfernung. Dies lässt sich an der Signalstärke erkennen. Sie ist sehr niedrig und nimmt daher kaum Einfluss auf den eigenen Traffic.Im Kanal 6, das ist der Kanal der in der Mitte dargestellt ist, ist das Signal am stärksten. Hier befindet sich der eigene Router. Auch andere WLAN Router sind mit einem starken Signal am Senden. Durch die hohe Auslastung in Kanal 6 kann es bereits jetzt schon, wenn alle Router einen hohen Traffic verursachen, zu deutlichen Speed Einbußen kommen.

Speed-Gewinn durch Kanalwechsel

Durch einfache Maßnahmen lässt sich der Speed bereits deutlich verbessern. Wechselt man einfach von einem stark belegten Kanal auf einen Kanal, der nicht so stark belegt ist, kann man die Performance ganz deutlich, in der Regel mindestens 30-50 % steigern. Feldversuch: im Kanal 6 im 2,4 GHz Band wurde ein Wert von 55 Mbits/150 Mbits die über LAN zur Verfügung gestellt werden erreicht.  Durch die Änderung von 2,4 GHz auf das 5 GHz Band wurde ein Performance Gewinn von knapp 130 % erreicht. der Speed im 5 GHz Band belief sich auf 125 Mbits, das ist nahezu Vollspeed.

Die Frage der Reichweite

Es ist bekannt, dass das 5 GHz Band eine deutlich geringere Reichweite bringt  als das 2,4 GHz Band - je höher die Frequenz, desto geringer (bei gleicher Leistung) die Reichweite -. Dies sollte man also in seine Überlegungen mit einbeziehen, wenn man das Frequenzband wechseln möchte. Die regelmäßige Beobachtung der Belegung der Kanäle im 2,4 GHz Band gibt einem eine gute Übersicht darüber, ob das Surfen dort sinnvoll oder weniger sinnvoll ist. In einigen Gebieten in Großstädten ist das Band vollkommen überlastet. Um hier noch Freude am Surfen zu haben bleibt einem keine andere Alternative als auf das 5 GHz Band auszuweichen. Vorausgesetzt, hier ist noch keine Überlastung eingetreten.

Sollten Sie das WLAN beruflich nutzen, Sie also davon abhängig sind dass in Ihrem Büro oder Ihrer Firma das WLAN zu jeder Zeit einwandfrei funktioniert, müssen Sie unbedingt auf einen Planer zurückgreifen, der Ihre Räume mit einem Spektrum Analyzer überprüft und genauestens berechnet, an welchem Standort Repeater aufgestellt werden müssen, damit Sie relativ rauschfrei Surfen können und das Unternehmen flächendeckend mit WLAN versorgt ist. Solche Planungen werden heutzutage von Netzplanern oder Kabelnetztechnikern durchgeführt. Eine Investition die sich auf jeden Fall lohnt. Performance-Verluste in Firmen-Netzen kann man sich nicht leisten, denn gerade bei der Übertragung von sensiblen Daten die nur einmal verschickt werden dürfen, sollten keine Netzabbrüche entstehen. 

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Artikelsignatur: Marc Störmer | Autoren-Ressort: mstoermer.reporters.de
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