Wider den Enthusiasmus - Heiterkeit

Verfasst von: Marion Wolters
Heiterkeit für ein Leben, in dem Probleme keine Hauptrolle spielen. Heiterkeit als Lebensgefühl und Glücksbringer. Abgegrenzt vom Enthusiasmus, der in anderen Bereichen eine Rolle spielt. Das Wort "Heiterkeit" spielt in der heutigen Zeit keine überragende Rolle. Es wird adjektivisch für den Wetterbericht genutzt. Oder als Etikett für die Stimmung in einer Veranstaltung. Während Begriffe wie "Enthusiasmus", "Selbstmotivation", "Glück", Autoren nahezu magische anziehen, könnte man denken, dass es dem Begriff "Heiterkeit" schwerfällt, Beachtung in den gängigen Medien zu finden. Warum es nicht so ist.

„Heiterkeit“ im Italienischen „Allegria“ ist zwar mit der Freude verwandt, sie ist jedoch viel zurückhaltender. Sie ist eher ein Gleichnis oder eine Allegorie für eine Geisteshaltung, die geprägt ist von verhaltener, sublimierter Freude (mehr dazu im Buch „Allegoria Allegria“ der Autorin dieses Artikels Artikels http://www.amazon.de/product-reviews. Enthusiasmus steckt Menschen mit seinem feurigen Charakter an. Heiterkeit ist subtiler und sie wirkt durch ihre Beständigkeit nachhaltiger. Praktisch bedeutet eine heitere Lebenseinstellung, dass man mit ihr das eigene Leben mühelos meistern kann. Eine Welt, die von Arbeit, Stress, optimaler, d.h. effektiver Nutzung der Zeit geprägt wird, verlangt den Menschen viel ab.

Dauerhaft enthusiastisch zu leben, ist für die meisten Menschen nicht möglich, da Enthusiasmus kräftezährend ist. Oder die Umgebung nicht dafür geeignet ist, Enthusiasmus zu leben. Und es gibt viele andere Gründe, ihn nicht zu leben. Verglichen mit Enthusiasmus ist Heiterkeit das psychische Energiesparprogramm, da es nur einen Bruchteil der Emotionen benötigt. Wenn „Heiterkeit“ ein Mensch wäre und Eigenschaften hätte, wären diese Leichtigkeit, Glücklichsein und Gelassenheit. Wer heiter ist, wird nicht von seinen Gefühlen überwältigt, sondern kann denkend seinen Weg gehen. Sich selbst zurücknehmend, kann er Menschen und Situationen beobachten, sie analysieren und beurteilen.

Heiterkeit als Grundeinstellung lässt Probleme nahezu wie Spielzeuge aussehen, mit denen man eine Spielkonstellation schaffen kann, die man mit einer positiven Einstellung schnell und mühelos, alleine oder im Team löst. Im Zeitalter lebenslangen Lernens erhalten so gesinnte Menschen einen unschätzbaren Vorteil, den sie gerne und meistens strategisch nutzen. Die durch Erfahrung gewonnene Gewissheit, dass alle Probleme gelöst werden können, verleiht Menschen eine heitere Grundeinstellung, die durch nichts zu erschüttern ist. Sie erzeugt eine Gelassenheit, die Leichtigkeit hervorruft. Glück und Erfolg meist mühelos nach sich ziehen.

Heiterkeit ist nicht zuletzt auch gut für die physische Gesundheit. Mit ihrer ihr innewohnenden Tendenz zur Zurückhaltung lädt sie zum Beispiel zur besonnenen Auswahl und zum bedachten Verzehr von Lebensmitteln ein. Sicherlich schlägt auch ein heiterer Mensch mal über die Stränge. Jedoch wird seine Natur ihn dazu drängen, dass er dafür einen Ausgleich schafft. Dies bewahrt ihn auch vor den sonst üblichen Süchten. Zudem ist ein heiterer Mensch eher zu sportlichen Aktivitäten zu bewegen als sein melancholischer Zeitgenosse. Heiterkeit verleiht Flügel. – Nicht zuletzt in Liebesdingen.

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