Der Wald näher betrachtet

Verfasst von: Gisbert Kühner
Winter im Wald
Winter im Wald  Bild: Gisbert Kühner ( geka-pics )
Wald als Naherholungsraum, Wald als Ort der Ruhe, Wald als Erlebnisraum. Definiert ist Wald als ein Teil der Erdoberfläche, die als wesentliche Pflanzenform zusammenhängend Baumbewuchs hat. Wald hat unzählige Nutzungsformen. Fotografieren lohnt sich allemal. Zu allen Jahreszeiten immer wieder neu.

Ein Spaziergang durch den Winterwald bietet in der Regel nicht die Farbenvielfalt, die wir von ihm im Frühling und eher noch Sommer kennen. Kalte trübe Wintertage tragen ein Übriges dazu bei, dass der Wald unattraktiv scheint. Es hat eben nicht jeder ein schneesicheres Skigebiet vor der Haustür mit garantiert soundsoviel Stunden Sonnenschein. Aber schon dann, wenn die Sonnenstrahlen in den bisher grau in grau daher kommenden Wald strahlen, beginnt er sich schön herausgeputzt zu präsentieren. Aber auch der sonst trostlos einfarbige Winterwald hat durchaus seine Reize.

Besonders dann, wenn Nebelschwaden die Bäume umhüllen, zeigt der Wald sich in einer reizvollen Form, die nur im Winter oder Herbst so möglich ist. Da die meisten Bäume ihr Laub verloren haben, bieten die Baumskelette eine interessante Silhouette, die sehr schöne Fotos erlaubt. Strukturen , z.B. die Rinde, werden besonders deutlich, weil sie nicht mit Laub verborgen sind. Einzelne Blätter, die hartnäckig an den Ästen verharren, bieten sehr interessante Motive für Fotografien. Für Fotos bieten sich Strukturen wie Baumzusammen-stellungen oder auch Detailaufnahmen bis hin zu Makros an. Ein Blick in die Baumgipfel lohnt sich ebenfalls. Man muss damit leben, dass die Farbpalette eingegrenzt ist. Augen auf, die Natur bietet Farbklekse.

Für gut verwertbare Fotos benötigt man ein einigermaßen lichtstarkes Objektiv, mindestens 1:3,8 oder noch besser. Mit dieser Lichtstärke müssen sie bei ISO 800 von einer Verschlusszeit von 1/60 ausgehen, d.h. eine Freihandaufnahme wird schon problematisch. Bei einem höheren ISO-Wert müssen sie mit Bildrauschen rechnen. Das führt in den meisten Fällen zu unbrauchbaren Ergebnissen. Die Aufnahmen in diesem Artikel sind mit einem Objektiv Leica Vario-Elmar 1:3,8 - 5,6 gemacht. Es herrschten eben die beschriebenen schlechten Lichtverhältnisse, die im unbearbeiteten Zustand nur blasse Farben boten. Ich habe die Fotos ( im Übrigen keine RAW-Aufnahmen ) mit Color Efex bearbeitet. Als einzige Maßnahme habe ich den skyfilter eingesetzt und so eine deutliche Verbesserung bei den Farben erzielt. Mit dem Ergebnis der Fotos bin ich zufrieden.

Um noch mehr Dynamik zu erzeugen habe ich die Fotos mit dem Programm HDR darkroom 6 bearbeitet. Mit diesem Programm können sie auch aus Einzelbildern HDR-Fotos machen. Gut das es dieses Programm gibt. Denn ich hatte nicht vor, HDR-Fotos zu machen. Denn ansonsten hätte ich natürlich Bilderreihen mit jeweils 3 unterschiedlichen Belichtungswerten gemacht. Das war aber wie gesagt nicht so geplant. Ich hoffe die Fotos gefallen ihnen und ich habe sie vielleicht dazu motiviert rauszugehen auch wenn die Lichtverhältnisse fürs Fotografieren eher nicht geeignet sind.

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Artikelsignatur: Gisbert Kühner | Autoren-Ressort: www.Gisbert-Kuehner.reporters.de
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